En détail

Fortbildungsbeschreibung:
Neben Hintergrundinformationen zum TEACCH® Autism Program in North Carolina (USA) lernen die Teilnehmenden Grundlagen der TEACCH® Philosophie kennen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf den Besonderheiten der Informationsverarbeitung, die für eine Autismus-Spektrum-Störung charakteristisch sind. Dies bildet die Grundlage dafür, ein Verständnis für Personen mit Autismus und deren oft ungewöhnliche Reaktionen und Verhaltensweisen zu entwickeln. Dies wiederum ist von größter Bedeutung zur Gestaltung einer effektiven Förderung.

Ein dritter und wesentlicher Bestandteil des Seminars widmet sich der Methode des „Structured TEACCHing », also den praktischen Strategien zur Strukturierung der (Lern-)Umgebung und zum Einsatz visueller Hilfen. Die Teilnehmenden setzen sich mit den verschiedenen Elementen des Structured TEACCHing auseinander und lernen, wie sie diese systematisch aufbauen und miteinander kombinieren können. Anwendungsbeispiele aus einer Vielzahl von Settings und für unterschiedliche Altersgruppen und Funktionsniveaus veranschaulichen die praktische Umsetzung.
Ziele und zu erwerbende Kompetenzen:
Begriffsklärung Autismus
· Die TN kennen die diagnostischen Begriffe der Autismus-Spektrum-Störungen und wissen, worin sich diese voneinander unterscheiden.
· Die TN wissen, dass sich ASS durch die Triade von Symptomen definiert.
· Die TN kennen die zukünftige Einordnung als ASS im ICD-11.
· Die TN können ASS als Entwicklungsstörung einordnen.
· Die TN kennen grundlegende Informationen zu Ursachen und Häufigkeit von ASS.
Das TEACCH® Autism Program in NC
· Die Tn wissen, wo der TEACCH-Ansatz herkommt und unterscheiden zwischen Institution TEACCH und Konzept/Methode.
· Elemente des TEACCH-Ansatzes
· Die Tn verstehen, dass TEACCH sich nicht auf den methodischen Aspekt der Strukturierung beschränkt.
· Die Tn verstehen, dass Strukturierung nicht der Fremdbestimmung dient (zwei Funktionen: Kommunikation/Information).
· Die Tn verstehen, dass Strukturierung dem jeweiligen individuellen (pädagogischen) Ziel untergeordnet ist.
· Die Tn kennen die Aspekte, die den TEACCH-Ansatz kennzeichnen (Autismusspezifität, Ganzheitlichkeit, Methodenvielfalt, Entwicklungsförderung, Individualisierung, Respekt, Umfeldarbeit). (Definition TEACCH-Ansatz)
· Die Tn wissen, welche Grundhaltung die Arbeit nach dem TEACCH-Ansatz beinhaltet („TEACCH Philosophie“).
· Die Tn kennen das Eisberg-Modell.
· Die Tn kennen den Zwei-Wege-Ansatz.
· Die Tn verstehen, dass, wer mit Personen mit ASS arbeitet, mehr Flexibilität mitbringen muss als man von der Person mit ASS erwartet.
Methodische Grundlagen
· Die Tn wissen, dass TEACCH ein verhaltenstherapeutisch fundierter Ansatz ist.
· Die Tn verstehen den Unterschied zwischen Antrainieren (operantes Konditionieren) und Lernen über Verstehen (kognitiver Ansatz).
· Die Tn wissen, dass TEACCH den Schwerpunkt auf „Lernen durch Verstehen“ legt.
· Die Tn verstehen, dass in der Förderung der autismusspezifische Denk- und Lernstil berücksichtigt werden muss.
Besonderheiten in der Informationsverarbeitung
· Die Tn verstehen, dass Verhalten eine Folge dessen ist, wie Informationen verarbeitet werden.
· Die Tn verstehen die typischen Besonderheiten der Informationsverarbeitung bei ASS.
· Pädagogische Konsequenzen
· Die Tn können pädagogische Konsequenzen exemplarisch ableiten.
Structured TEACCHing
· Die Tn erkennen, dass Strukturierung/Visualisierung Flexibilität der Person mit ASS erhöht.
· Die Tn kennen die Ebenen der Strukturierung und verstehen die Systematik, wie die Ebenen der Strukturierung miteinander zusammenhängen.
· Die Tn setzen sich intensiv mit den einzelnen Ebenen der Strukturierung auseinander. Sie lernen jeweils die Bandbreite von Strategien kennen (für konkret Lernende bis Personen mit Asperger; zielgruppenorientiert).
· Die Tn wissen, wie sie mit der Umsetzung von strukturierenden und visualisierenden Strategien in ihrem Arbeitsfeld beginnen können.
 
 
Julia Sparvieri
Dilpom-Psychologin
Team-Autismus GbR

Formateurs

WETTER Stefanie