En détail

Fortbildungsbeschreibung:
Bildung in der Reggio-Pädagogik wird in seiner Verknüpfung von Leben und Lernen verstanden. Der Reggio-Pädagoge Loris Malaguzzi betonte, dass Kinder und Erwachsene in Bildungsinstitutionen eine Lebensgemeinschaft für einen gewissen temporären Zeitraum eingehen. Das ganztägige Arbeiten in Ateliers, kreative Freizeitgestaltung, spontane Lernimpulse und gemeinschaftliche Bildungsmomente sind vordergründig für die Bildung der Persönlichkeit und Ausbildung einer kollektiv-kulturellen Identität für eine sinnvolle gesellschaftliche Entwicklung von Bedeutung. Bildung entsteht intern durch vernetztes Lernen und benötigt institutionelle Offenheit. Reggio-Pädagogik versucht anhand von Partizipation, demokratischen Lernstrukturen, Dokumentation und Meta-Kommunikation Bildungsprozesse transparent, nachvollziehbar und verstehbar zu machen. Bildung verstanden als Lernen fürs Leben. Dokumentieren und Reflektieren, negoating learning (aushandelndes Lernen), progettazione (pozessorientierte Planung und agiles Lerndesign), emerging curriculum (flexibler Lehrplan) sind Elemente, welche Meta-Kompetenzen und lebenspraktische Lernstrategien über die lernende Gemeinschaft der Institution hinaus entwickeln und stärken. So ist Bildung in der Reggio-Pädagogik keine Momentaufnahme von Unterricht und isolierten Lernsequenzen sondern
Ziele und zu erwerbende Kompetenzen:
· Bildung im Kontext von Institution und Gesellschaft
· Kennenlernen von Prozesselementen in lernenden Gemeinschaften
· Ganzheitliche Bildung als umfassende Persönlichkeitsentwicklung
· Analyse und Reflexion von Bildungsprozessen anhand von Beispielen aus Reggio Emilia
· Kennenlernen neuer Lernmethoden und Bildungsmedien
· Nachhaltiges Lernen und Zukunftsgestaltung
 
Barbara Moser
Reggio-Pädagogin, Elementarpädagogin, Bildungswissenschaftlerin, Organisationsberaterin, Kunsttherapeutin
Bildungsinstitut für Reggio-Pädagogik und kreative Methoden e.U.

Formateurs

MOSER Barbara